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Katholische Kirche in Neheim & Voßwinkel

Weih-Nachten

Weih-Nachten

Die Nacht hat verschiedene Facetten. Wir brauchen und genießen die Nachtruhe, um neue Kraft für unsere täglichen Aktivitäten zu tanken. Die Nacht steht aber in dieser dunklen Jahreszeit gerade für alles Dunkle und Düstere, das unser Leben beschwert.

Es ist die Angst, die Trauer, die äußere und auch innere Bedrängnis, die Sorge um andere und uns selbst und vieles mehr, was uns niederdrückt. Es gibt die „dunklen Stellen“ in uns, in unserem Seelenleben. 

All das gipfelt in der Nacht des Todes. Das Dunkle und Düstere drückt sich in Fragen aus: Wie soll es weitergehen in meinem persönlichen Leben? Warum dieser Hass und die vielen großen und kleinen Kriege zwischen uns Menschen? Und die bange Frage all derjenigen, die mit Gott rechnen und auf ihn setzen wollen: Wo bist du, Gott? Hast Du uns verlassen?

Im Advent werden wir mit der hoffnungsvollen Ansage konfrontiert, dass Gott uns nicht vergessen hat. Er wohnt im Licht und will uns Licht bringen und in sein Licht hineinziehen – weil wir nach seinem erklärten Willen leben sollen – alle! In einem Lied heißt es „Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann, von seinem Angesicht trennt uns der Sünde Bann.“ (GL 429)

Die verlorene paradiesische Vertrauensseligkeit oder den Himmel können wir aus eigener Kraft nicht zurückgewinnen. Gott ergreift die Initiative und hat das seit langem angekündigt. „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern! Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.“ So heißt es in einem anderen Lied in unserem Gesang- und Gebetbuch Gotteslob (GL 220).

Jesus Christus ist dieser Morgenstern. Er bringt Licht in unser Dunkel, in seiner Geburt, in seinem Leben, in seinem Tod und seiner Auferstehung – bis er kommt in Herrlichkeit. Nehmen wir das im Glauben an? Das zu feiern und daraus zu leben, macht uns als Christen aus, zu Weihnachten und auf unserer gesamten irdischen Lebensstrecke. Wenn wir uns von seinem Licht, vom Licht Christi prägen lassen, können wir selbst ein wenig mehr Licht verbreiten in einer dunklen Welt, ganz dem Liedruf entsprechend: „Mache dich auf und werde Licht…“ (GL 219). Durch Christus wird die Nacht zur Christnacht, zur Heiligen Nacht, zur Weih-Nacht.

Uns Christen stellt sich für die Zukunft christlich-kirchlichen Lebens bei uns die Frage: Kann ich laut, und damit auch mit innerer Überzeugung sagen: Du, Christus, bist mein Licht und mein Heil!? Wenn dem so ist, hat das Konsequenzen für meine Sicht auf mich selbst, meine Mit- und Umwelt und auf mein Handeln.

Gerne bete ich persönlich das Gebet: „Christus, du Sonne unseres Heils, vertreib in uns die dunkle Nacht, dass mit dem Licht des neuen Tags auch unser Herz sich neu erhellt.“

Im Liedtext von Jochen Klepper (GL 220) heißt es realistisch und doch voller Zuversicht: „Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr; von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.“

Allen, die von Voßwinkel bis Moosfelde in Gottesdiensten und bei Familien- und Freundestreffen Weihnachten feiern, wünsche ich frohe und gesegnete Festtage!

Ihr Pfarrer Stephan Jung


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